Spuren im Wüstensand

21. Juni 2010

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Arequipa, Peru: -16.409047, -71.537451
13. bis 21. Juni 2010, von Arequipa nach Nazca, Kilometer 20661 bis 21324 unserer Reise
Unser Besuch ist gerade wieder auf dem Weg nach Hause nach Deutschland, nun sind wir wieder (schwieger)mutterseelenallein in unserem Hostal in Arequipa. Bevor wir wieder in unseren gewohnten Reise-Trott zurückfallen gönnen wir uns noch einen Tag “Urlaub” vom Nomadendasein, schließlich ist heute außerdem das erste WM-Spiel von Deutschland. Auch wenn wir hier immer ein wenig fern von allen Ereignissen in Europa sind und nur manchmal im Internet Nachrichten lesen um wenigstens ein bisschen auf der Höhe der Zeit zu bleiben – die Fußball-WM verfolgen wir natürlich trotzdem. Dank 7 Stunden Zeitverschiebung sind die Spiele für uns unpraktischerweise morgens oder mittags, aber dann gibts eben Fußball zum Frühstück. Peru nimmt zwar selbst nicht an der WM teil, trotzdem schaut hier jeder die Spiele. In jeder kleinen Kneipe hängt ein Fernseher, der typisch südamerikanisch rund um die Uhr läuft, deshalb ist es kein Problem für uns, einen Platz zum Schauen zu finden.

Punkt 13 Uhr findet man uns deshalb in einem Lokal, das schon vor der Tür auf einem großen Plakat ankündigt, die WM Spiele zu zeigen. Außerdem wirbt es mit einem (für Frank) unwiderstehlichen Angebot: vier Humpen gezapftes Bier für zusammen 12 Soles (nicht mal 3,50 Euro) …die Aufteilung ist klar – ein Bier für Andrea, drei für Frank. Ob das ein Zeichen war, immerhin spielt Deutschland ein traumhaftes 4:0 gegen Australien. Die Jubelschreie am Nebentisch klingen irgendwie ziemlich deutsch, und nach und nach kommen wir mit fünf weiteren Deutschen in der Kneipe ins Gespräch. Eigentlich wollten wir ja nur mal kurz das Fußballspiel schauen gehen, nun aber wird der Abend länger als geplant (zum Glück müssen wir uns morgen früh noch nicht aufs Motorrad schwingen)…

14. Juni – Das Faulenzen ist vorbei! Nun wird wieder gearbeitet …wie sich das für einen Montag gehört! Mechaniker Frank bastelt fast den ganzen Tag am Motorrad, verbaut die neuen Ersatzteile, die wir aus Deutschland mitgebracht bekommen haben, wartet das Kettenschmiersystem, und repariert den Außenspiegel, der seit dem Sturz auf dem Salar de Uyuni in unserer Packtasche mitfährt. Logistikchefin Andrea räumt derweil unsere Habseligkeiten wieder Motorrad-tauglich um. Merkwürdig ist nur eins, wir haben Franks Mutter eine ganze Reisetasche voll überflüssige Wintersachen, ausgelesene Bücher etc. mit nach Hause gegeben, aber trotzdem keinen Platz in unseren Koffern. Muss wohl an den vielen Leckereien aus Deutschland liegen (ja ja, so ein Nutella Glas ist schon recht sperrig). Das wird dann alles in den nächsten Wochen wieder aus dem Gepäck in den Hüftspeck ausgelagert…

15. Juni – Alles verlernt! Wir haben uns wohl in der letzten Woche das Motorradfahren abgewöhnt, jedenfalls brauchen wir doppelt so lange wie sonst, bis endlich wieder alles auf dem Motorrad verstaut ist. Die ersten Meter mit dem vollbepackten Motorrad fühlen sich auch etwas holperig an, aber wir schaffen es tatsächlich mit heilem Lack raus aus dem chaotischen Verkehrsgewühl Arequipas. Natürlich haben wir uns für heute – prima zum Eingewöhnen – eine gediegene Etappe von über 400 Kilometern vorgenommen. Unsere Straßenkarte glänzt auch durch präzise Ungenauigkeit, alles wie immer also, willkommen im Alltag zweier Motorradreisenden!

Unsere Route führt uns zum Pazifik hinunter, wo wir wieder mit der Panamericana zusammentreffen, der wir in nächster Zeit nach Norden folgen werden. Das Wetter am Meer ist allerdings ziemlich ungemütlich (ob das am Winter liegt oder hier in der Region normal ist – wir wissen es nicht). Vom sommerlich-sonnigen und warmen Arequipa fahren wir in eine salzig-klebrige kühle Nebelsuppe. Wir hatten uns gefreut, endlich wieder an der Meeresküste entlang zu fahren, auf Wellen, Brandung, schroffe Klippenlandschaften und Sanddünen, leider sieht man davon nicht viel – sofern man überhaupt etwas sieht.

Für den heutigen Tag haben wir uns kein spezielles Übernachtungsziel ausgesucht, unsere nächste Etappe soll uns nach Nazca, zu den berühmten Linienfiguren führen. Für einen Tour war uns die Entfernung zu weit, deshalb unterbrechen wir in Chala, einem Fischerdorf an der Panamericana, um am nächsten Morgen direkt weiterzufahren. Frank hat sich schon seit Tagen darauf gefreut, am Pazifik endlich mal wieder lecker frische Camarones (Shrimps) essen zu können. Neben der Straße haben wir mehrmals schon kleine Verkaufsstände gesehen, und kaum haben wir ein Hostal für die Nacht in Chala gefunden, gibt es für Frank kein Halten mehr – Taschen ins Zimmer tragen, Motorrad parken, Essem gehen – aber flott das Ganze! Leider bedeutet Fischerdorf wohl nicht unbedingt, dass man dort auch das gewünschte Meeresgetier auf der Speisekarte findet. Nachdem wir bestimmt über zehn Restaurants abgeklappert haben, keines hatte Camarones im Angebot, bestellt sich Frank zähneknirschend Hühnchen. Seezunge (“Lenguada”) gab es dort allerdings ganz leckere, die hatte sich Andrea nämlich bestellt, wenigstens etwas, das mal im Meer geschwommen ist.

Die Hostals in Chala hatten übrigens eine merkwürdige Eigenart – in den Bädern fehlte die Klobrille. Andreas Kommentar zu Frank nach dem letzten Hostalversuch war deshalb nur: “Die haben Klobrillen, hier bleiben wir”!

Am nächsten Morgen gibt es glücklicherweise nicht viel zu packen (wir sind ja immer noch etwas außer Übung) und so sind wir zeitig on the Road. Bereits am frühen Nachmittag erreichen wir Nazca. Man merkt sofort, dass Nazca wieder ein Stückchen im Landesinneren liegt, denn hier ist das Wetter wieder sonnig, blauer Himmel, warm, viel angenehmer als in den diesigen Küstenorten. Wir planen, zwei Tage in Nazca zu bleiben um uns in Ruhe die riesigen Figuren ansehen zu können, für die die Stadt so berühmt ist. Mit unserem Hostal, dem “WalkOnInn” landen wir einen Glücksgriff. Wir fühlen uns dort sofort wohl. Die Zimmer sind entlang eines langen Innenhofes angeordnet, unser Motorrad parkt quasi direkt neben den Zimmern, es gibt eine sonnige Dachterasse und einen gemütlichen Fernsehraum (jawoll, zum WM-Schauen, denn das nächste Deutschlandspiel steht an).

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Nazca, Peru: -14.835869, -74.932758
16. Juni – Die als “Nazca-Linien” bekannten Figuren und Formen sind vor 1400 bis 2800 Jahren in den harten Wüstenboden gescharrt worden. Oft handelt es sich nur um Linien oder geometrische Formen, aber es gibt auch etliche Bilder, die Vögel, einen Affen, eine Spinnen oder Personen darstellen. Über Sinn und Zweck der Nazca-Linien rätselt man bis heute, die Spekulationen reichen von religiöser oder astronomischer Bedeutung bis hin zu Wegmarken für Ballonfahrer (die es damals nachgewiesenermaßen bereits gab!) Diese Figuren sind bis zu mehreren hundert Metern groß und deshalb am besten aus großer Höhe zu erkennen.

In Nazca kann man Rundflüge mit kleinen Cessnas buchen, um die Figuren aus der Luft zu sehen. Es gibt etliche Fluggesellschaften die mehr oder weniger gleiche Flugrouten zu den spektakulärsten Bildern anbieten. Leider sind diese Flüge auch nicht ganz billig, beginnend mit 55 US-Dollar für einen 30 Minuten Flug. Es gibt aber einen Aussichtsturm direkt an der Panamericana, von dem aus man zwei bis drei der kleineren Figuren erkennen kann. Zu diesem Turm fahren wir heute mit dem Motorrad, um zu sehen, ob es uns den Preis für den Rundflug wert wäre.

Der Turm ist nicht besonders hoch, deshalb sieht man die beiden Bilder – einen Baum und eine Hand – die wir mit bloßem Auge erkennen, ziemlich verzerrt. Die in den Boden gekratzten Linien sind auch nicht besonders tief, deshalb ist es um so erstaunlicher, dass die Figuren über die Jahrhunderte so gut erhalten geblieben sind. Die dritte Figur, eine Eidechse, ist beim Bau der Panamericana unwissentlich zerstört worden, die Straße verläuft mitten hindurch und nur mit viel Glück konnten wir noch eine “Pfote” der Eidechse ausmachen. Einige hundert Meter weiter ist noch ein Hügel, von dem wir versuchsweise noch einen Blick über die Ebene werfen, leider können wir hier noch viel weniger erkennen. Deshalb beschließen wir – Teuer hin oder her – noch einen Rundflug zu buchen, um mehr von den Nazca-Figuren zu sehen.

Gerade als wir den Hügel wieder herunter klettern, sehen wir unter zwei vollbepackte Reisemotorräder auf den Parkplatz rollen: Mario mit einer Super-Ténéré und Siegi mit einer Africa-Twin, beide aus Österreich. Die beiden sind auch schon seit ein paar Monaten unterwegs und wir stehen eine ganze Weile auf dem Parkplatz und schwatzen über die Motorräder, unsere Routen, Erlebnisse und Pannen. Als wir hören, dass die beiden auf der Durchreise und noch ohne Unterkunft sind, schleppen wir Siegi und Mario kurzerhand zu unserem Hostal mit. Das Mädel an der Rezeption wundert sich, dass das Motorrad, das gerade noch im Hof parkte sich plötzlich verdreifacht hat, aber nach ein bisschen rangieren passen die anderen zwei Maschinen auch noch dazu, auch wenn Siegis Honda quasi schon vor unserer Zimmertür parkt.

Nachmittags reißen wir uns dann noch einmal kurz von unseren neuen Bekanntschaften los, um unseren Rundflug zu buchen. Am praktischsten macht man das direkt am Flughafenterminal von Nazca, dort haben alle Fluggesellschaften einen Stand und man kann am besten die Preise und Flugrouten vergleichen. Wir entscheiden uns spontan sogar für einen längeren Flug, der eine komplette Stunde dauern soll, und natürlich mehr Figuren zu sehen bietet (Moche Airlines, 115 US-Dollar), und reservieren für den nächsten Tag. Zurück im Hostal kommentiert der holländische Hostalchef: “Das sind glaube ich die, von denen schon zweimal eine Maschine abgestürzt ist”. Andrea wird grün im Gesicht und überlegt sich, ob sie sicherheitshalber noch ein Testament verfassen soll. Kurz darauf kommt der Chef aber noch mal wieder: “Sorry, hab mich geirrt, das war doch eine andere…” *grrr*

Nach dem kleinen Schreck in der Abendstunde ziehen wir mit Siegi los, um uns etwas zu Abendessen zu suchen (Mario horcht derweil schon an der Matratze). Bei einem kleinen Straßenstand essen wir leckere gegrillte Hühnchen und Chorizo-Burger, und holen uns noch ein paar Getränke im Supermarkt, um uns anschließend noch gemütlich auf der Dachterasse bei Chips und Bier zum Schwatzen zusammenzusetzen. Frank und Siegi schwärmen, wie toll man doch auf dieser Terrasse grillen könnte und beschließen die Mission für den nächsten Tag (wenn Mario wieder von den Toten auferstanden ist) – einen Grill organisieren!

In luftiger Höhe
18. Juni –
Zunächst einmal klingelt aber der Wecker zu einer unmenschlichen Uhrzeit, um halb sechs Uhr früh. Aber nicht etwa, wegen unseres Rundfluges, nein, weil Deutschland unbedingt ein 13 Uhr Spiel haben muss und die Zeitverschiebung erbarmungslos zuschlägt. Frank muss erst einmal die Frau von der Rezeption suchen, damit sie ihm den Fernsehraum aufschließt. Andrea kann sich gleich gar nicht überwinden und steht erst zur zweiten Halbzeit auf, bei dem schlechten Spiel gegen Serbien auch kein großer Verlust.

Nach dem Spiel frühstücken wir ziemlich sparsam (na gut, Andrea frühstückt sparsam), denn man hat uns schon vorgewarnt, dass der Flug in den kleinen Cessnas ziemlich “turbulent” werden soll. Um 11 Uhr stehen wir dann am Flughafen bereit. Die Sicherheitskontrollen sind beruhigenderweise ziemlich streng, alle Passagiere werden bei der Kontrolle gefilmt, mit Metall-Scannern abgetastet und die Taschen kontrolliert. Frank hat damit nicht gerechnet und ist natürlich voll bewaffnet, Taschenmesser, Werkzeug, Feuerzeug, alles wandert ins Körbchen und muss am Boden bleiben.

Unser Flugzeug ist eine kleine 4-Personen-Maschine, nur die beiden Piloten und wir. Über jeder der Nazca-Figuren drehen die Piloten zwei Schleifen, einmal links, einmal rechts, damit jeder aus seinem Fenster Fotos machen kann. Dabei legen sich die beiden nicht gerade zimperlich in die Kurven und bei jedem kleinen Luftloch vollführt das Maschinchen zusätzlich Bocksprünge. Es dauert nicht lange und bald ist uns beiden schlecht, und das will schon was heißen, da Frank normalerweise ziemlich Übelkeits-resistent ist. Trotzdem gewinnen wir den Kampf gegen die Spucktüte und stehen nach einer Stunde Flug und einer butterweichen Landung auf ziemlich wackeligen Beinen auf der Landebahn. Trotzdem sind wir uns einig, dass sich der Flug unbedingt gelohnt hat, denn es ist wirklich ein besonderes Erlebnis ist, die riesigen Bilder im Wüstenboden einmal live zu sehen. Leider sind die Linien nicht immer einfach aus dem bewegten Flugzeug auszumachen und ohne die Hinweise der Piloten hätten wir wohl einige übersehen.

Wieder zurück im Hostal machen wir erst einmal eine Pause damit die wirbelnden Mägen sich wieder beruhigen können, aber es dauert nicht lange, dann sind wir wieder ansprechbar und Frank startet mit den beiden Jungs die Mission “Grill”. Wie sich herausgestellt hat, besitzt nämlich weder der Hostalchef einen, noch weiß er, wo man einen auftreiben könnte. In Argentinien wäre das undenkbar gewesen, eine Haus ohne Grill – hier in Peru ist grillen einfach nicht so beliebt. Aber wenn sich die Männer erst einmal ein saftiges Steak in den Kopf gesetzt haben ist kein Hindernis zu groß! Zunächst klappern wir alle Eisenwarenläden Nazcas nach so etwas wie einem Grillrost ab – ohne Erfolg. Letztendlich landen wir in einer Schweißerei, wo wir den Alteisen-Haufen nach etwas brauchbarem durchstöbern. Tatsächlich finden wir ein Gitterstück, das uns der Schweißer noch ein bisschen zurechtschweißt und ein Bodenblech für den Grill. Der Mann will noch nicht mal eine Bezahlung dafür haben sondern schenkt uns die beiden Teile einfach. Dann geht es ans Grill-Bauen. Frank, Mario und Siegi klauen sich noch ein paar Mauersteine vom Nachbardach zusammen und zimmern den Unterbau zurecht …und fertig ist der Eigenbau-Grill – nicht schön, aber selten (so ist es eben wenn drei Handwerker aufeinandertreffen)!

Auf dem Weg zum Fleisch-Batzen kaufen treffen wir in der Stadt noch zwei frühere Reise-Bekanntschaften von Siegi und Mario, eine Französin und einen Peruaner aus Lima, die wir spontan auch noch mit einladen. Als wir schon gar nicht mehr mit den beiden rechneten stehen sie plötzlich mit einer Kiste Wein und Bier vor der Tür. Letztendlich sitzen wir dann zu sechst bis in die Nacht auf der Terrasse, sogar das Mädchen von der Rezeption kommt nach ihrem Feierabend neugierig dazu und meint begeistert, so eine lustige Gruppe wie wir hätten sie noch nie im Hostal gehabt! Tja, Mission erfüllt! Übrigens haben wir beschlossen, einen Tag zu verlängern und morgen abend gleich noch einmal zu grillen (natürlich nur, damit sich die Mühe, den Grill zu bauen auch gelohnt hat)…

Am nächsten Tag ist erst einmal ausschlafen angesagt, einmal früh aufstehen in der Woche genügt. Dann fahren die drei Männer mit den Motorrädern los, um Siegis Motorrad-Handschuhe zu suchen, die der auf einem Querfeldeinritt verloren hat, während wir mit dem Flugzeug über den Nazca-Linien kurvten. Zurück kommen die drei Bikes allerdings beladen wie die Maultiere, alle drei vollgepackt mit sämtlichem Holz, das unterwegs auffindbar war (mit der Menge Holz könnte man vermutlich eine ganze Kuh grillen). Kuh ist das richtige Stichwort, die darf natürlich heute abend nicht fehlen. Genauso wenig wie Siegis ganze gegrillte Knoblauchzehen (ach deswegen hatten wir heute den Fernsehraum ganz für uns alleine…). Sobald das Rohmaterial eingekauft ist heizen die drei Grillmeister das Feuer an. Leider ist Frank beim Holzspalten etwas zu eifrig und spaltet Siegis Machete gleich mit (Siegi, du bekommst von uns eine Neue, versprochen!!!). Naja, da haben wir wenigstens einen Grund, die beiden mal in Österreich zu besuchen und eine neue Machete vorbeizubringen. Der Abend wird wieder lang und lustig und irgendwie haben wir überhaupt keine Lust uns morgen schon wieder zu verabschieden. Außerdem sind aller guten Dinge bekanntlich drei, also hängen wir noch einen Tag dran!

Leider haben wir eines nicht bedacht… der nächste Tag ist ein Sonntag! Am Sonntag hat sowohl der Supermarkt als auch der Fleischer geschlossen! Und was macht man beim Grillen ohne Fleisch? Lange Gesichter… Schade, jetzt haben wir extra unsere Abreise noch ein weiteres Mal verschoben, und dann fällt der Grillabend ins Wasser. Was sind das aber auch für Sitten – Sonntag geschlossen zu haben, das geht ja mal gar nicht… Ob man uns damit auf subtile Weise mitteilen will, dass jetzt aber mal genug mit der Faulenzerei ist und die Reise weitergehen muss? Dieser Sonntag läuft fast wie ein Sonntag zuhause ab – die Männer verlassen die Fernseh-Couch nur zum Pinkeln oder um Essen zu holen, es ist schon fast ein halbes Jahr her, dass ein Wochenende bei uns mal so aussah.

21. Juni – Nun geht es aber endgültig weiter, die Ausreden sind uns ausgegangen. Schade, dass sich hier die Wege von Mario, Siegi und uns wieder trennen, wir haben uns auf Anhieb richtig gut verstanden. Die beiden wollen Richtung Süden, nach Chile und für uns geht es weiter nach Lima. So bleibt uns nur, E-Mail-Adressen zu tauschen, und zu hoffen, dass man sich vielleicht in Österreich oder Deutschland zuhause wiedersieht…

Bevor es nun aber Richtung Lima geht, gibt es hier noch eine neue Fotogalerie…

2 Kommentare zu „Spuren im Wüstensand“

  1. Heidi Fox schrieb am

    Ihr schreibt, dass die Figuren von Nazca in den harten Wüstenboden gekratzt sind – ist das jetzt Fels (sonst könnten die Figuren ja nicht so lange gehalten haben) – oder anderer Boden 😮

  2. Frank y Andrea schrieb am

    Ja, das ist Gestein. Ich zitiere mal aus Wikipedia: “Entstanden sind die Bilder durch Entfernung der oberen Gesteinsschicht, die von Wüstenlack überzogen ist. Dieser Wüstenlack besteht aus einem rostroten Gemisch aus Eisen- und Manganoxiden. Dadurch kommt das hellere Sedimentgemisch zum Vorschein und bildet deutlich sichtbare, beigegelbe Linien.”

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