Meldung aus der Lokalpresse: Hessische Reisegruppe dezimiert staatliche Biervorräte – Notstand befürchtet!

6. September 2010

28. August bis 6. September 2010, von der Halbinsel Nicoya bis zurück nach San José, nach über 1600 Kilometern mit dem Mietwagen, Tag 9 bis 17 in Costa Rica

Seit 23. August haben wir Besuch von vier Freunden aus Deutschland: Christian, Torti, To und Dennis. Insgesamt zwei Wochen machen wir zusammen eine Tour mit einem kleinen gemieteten Bus durch Costa Rica. Vom ersten Teil der Rundreise berichteten wir im letzten Artikel…

Von den kleinen Küstenorten am Pazifik geht es nun zurück ins Hochland, in den Nebelwald bei Monteverde, schließlich ist Costa Rica vor allem für seine tropischen Wälder bekannt, das dürfen wir auf unserer Tour natürlich nicht auslassen. Um nicht schon wieder mit der Fähre fahren zu müssen, nehmen wir diesmal die nödliche Route, die über eine Brücke über den Golf von Nicoya führt. Als wir die asphaltierte Straße verlassen und über holperige Schotterwege der Golfküste weiter nach Norden folgen, bleibt es nicht aus, dass wir mehrmals nach dem richtigen Weg fragen müssen, Schilder sind im Hinterland wie immer Mangelware. Als uns eine Frau nach der Wegbeschreibung noch “Viel Glück” hinterherruft, fragen wir uns, ob die Entscheidung, den Landweg zu nehmen, wirklich so weise war… Alles war jedoch halb so wild, wir hatten keine Panne, das Auto ist nicht in Einzelteile zerfallen (auch wenn es bei so manchem Schlagloch bestimmt nicht mehr weit davon entfernt war) und wir haben uns auch nicht im Busch verfahren. Brav taucht irgendwann wieder Asphalt vor unseren Reifen auf, und bringt uns sicher über die Brücke und bis zur Hauptverkehrsader des Landes, der Panamericana. Die Verschnaufpause ist jedoch nur kurz, denn der Pfad der von der Panamericana bis nach Monteverde hinaufführt hat es ebenfalls noch einmal in sich. Laut unserem Reiseführer gibt es wohl Autovermietungen, die explizit Monteverde in ihren Verträgen ausschließen. Und wir haben nicht mal Allrad, das kann ja noch spaßig werden…

Aber wir haben mit Frank ja einen auf schlechte Straßen trainierten Fahrer. Wer mit dem Motorrad Bolivien durchquert hat, lässt sich auch von einem Bergpfad nicht abschrecken. Außerdem, wenn die vielen schwankenden Touristenbusse den Weg hinaufkommen, werden wir das schon schaffen. Kniffelig wird es nur einmal an einer besonders schlammigen Stelle – mit Vollgas hindurch heißt die Devise, bloss nicht steckenbleiben. Zwischendurch müssen wir uns immer wieder in den engen Serpentinen an den Bus-Ungetümen vorbeikämpfen. Die Überholmanöver sind nur alle paar Kilometer mal an einer günstigen Stelle möglich, ansonsten sitzt man hinter den im Schneckentempo schleichenden Riesen fest. To bekommt deswegen Pinkelverbot bis Monteverde, damit wir auf keinen Fall wieder hinter die fahrenden Straßenblockaden geraten.

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Monteverde, Costa Rica 10.306982, -84.809731
In Monteverde haben wir Glück und finden gleich mit dem zweiten Versuch eine passende Unterkunft, ein 6er Zimmer in einem Hostal, das momentan recht wenig Gäste hat. In unserer Etage sind wir alleine und haben die Küche und das Fernsehzimmer ganz für uns alleine, also fast wie ein eigenes Häuschen. Außerdem ist im Übernachtungspreis von 10 US-Dollar pro Person sogar Frühstück enthalten. Spontan beschließen wir deshalb, hier gleich zwei Nächte zu verbringen, damit wir morgen ohne Streß unsere geplante Canopy-Tour machen können.

Beim Canopy klinkt man sich in Stahlseile ein, die in großer Höhe zwischen Bäumen oder über Schluchten gespannt sind und saust in seinem Haltegeschirr an diesen Seilen entlang. Zwischen den hohen Bäumen des Nebelwaldes ist das natürlich ein besonders beeindruckendes Erlebnis, ganz weit unter sich auf die dichten Baumkronen der darunterliegenden Urwald-“Stockwerke” zu blicken. Dennis, To, Christian und Torti sind Canopy-Neulinge, wir beide kennen die Sportart noch von unserem letzten Costa Rica Aufenthalt.

Zuerst wird man mit Helm, robusten Handschuhen und Sicherheitsgeschirr ausgerüstet, dann gibt es eine kurze Einweisung. Mit Karabinern klinkt man sich in die Stahlseile ein, die zwischen den Baumplattformen gespannt sind und sitzt während der Fahrt in seinem Geschirr. Die Beine werden angezogen um nicht an der nächsten Plattform anzuschlagen und eine Hand gleitet als Führung oben am Stahlseil mit. Teilweise erreicht man enorme Geschwindigkeiten an den Seilen. Wer zu früh bremst, hat schon mal das Pech, vor der Zielplattform hängen zu bleiben und muss sich dann mühsam die letzten Meter am Seil entlang hangeln *wink zu To*. Das längste ist über einen Kilometer lang und bietet eine atemberaubende Aussicht über eine grüne Schlucht. Die letzte Fahrt ist eine Tandemfahrt, in der man sich zu zweit in die Seile einklinkt, der Hintermann ist der Bremser und muss beide am Schluss abbremsen. Als besonderen Gag gibt es am Schluss noch für die ganz Mutigen einen “Tarzan-Swing”: Von einem vielleicht 7 Meter hohen Gerüst springt man in die Tiefe und schwingt an einem Seil wie Tarzan über eine Schlucht hinaus. Irgendwann nach vielen Pendelschwüngen wird man von den Guides mit einem Gummiseil wieder eingefangen. Die fünf Männer trauen sich und springen, Andrea wird alleine vom Anblick schon schwindelig – 7 Meter freier Fall, nein, danke! Außerdem muss schließlich wer filmen, wie sich die Verrückten vom Gerüst stürzen *ausredehab*

Nach dem Canopy gibt es noch einen Wanderweg, der über 14 lange stählerne Hängebrücken durch die tieferen Stockwerke des Nebelwaldes führt. Es gibt leider nur wenige Tiere zu sehen. Die Vögel, die über unseren Köpfen zwitschern bleiben zu gut versteckt. Dafür ist die Planzenwelt umso beeindruckender – riesige Farne, Bromelien, die sich auf den Ästen der größeren Bäume angesiedelt haben oder blutrote Strelizien-Blüten… Diesmal haben wir Zeit, auch Fotos von dem dichten Grün um uns zu machen – beim Canopy ging alles meistens viel zu schnell.

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Fortuna, Costa Rica 10.467833, -84.642681
 Unsere nächste Etappe führt uns die Berge wieder hinunter bis zum großen Arenal-See, an dessen Ufern sich der gleichnamige Vulkan Arenal befindet – der aktivste Vulkan Costa Ricas und nebenbei auch einer der aktivsten Vulkane der ganzen Welt – dessen fast perfekter Kegel sich majestätisch über den See erhebt. Von Monteverde kommend muss man den Arenal-See einmal fast umrunden um zum Vulkan zu gelangen, während der Fahrt hat man deshalb immer wieder eine tolle Panorama-Aussicht über den See und auf den Vulkankegel. Während wir uns unserem Ziel Fortuna nähern, dem dem Arenal am nächsten gelegenen Dorf, kräuselt sich ununterbrochen eine feine Rauchfahne von der Spitze des Vulkans hinauf. Der Arenal wächst jährlich mehrere Meter durch die Lava, die aus dem Krater austritt und erkaltet. Am Tag Lava zu sehen dürfte allerdings ziemlich unwahrscheinlich sein. Als wir vor 6 Jahren zum ersten Mal nach Fortuna kamen, war es bereits Nacht und feine leuchtend rot glühenden Lavaspuren waren das erste, das wir vom Vulkan Arenal zu Gesicht bekamen. Wie man im Internet nachlesen kann, waren im Mai diesen Jahres die Eruptionen so stark, dass der dazugehörende Nationalpark sicherheitshalber evakuiert wurde.

Wir sind aber nicht nur zum Vulkan-Watching hierhergekommen, sondern haben uns auch von den heißen Thermen in der Nähe von Fortuna anlocken lassen. Das Wasser in den verschiedenen Becken des Thermalbades hat durch vulkanische Hitze Temperaturen zwischen 35° bis hin zu 65°. Wir haben aber noch einen Geheimtipp: direkt neben einer der beiden Thermalbäder verläuft der Rio Tabacon, der mit geschätzten 40 Grad Wassertemperatur durchs grüne Unterholz fließt – ein beliebter Badetreff für die Einheimischen. An den Dampfschwaden die vom Fluß aufsteigen, kann man bereits von der Straße aus erahnen, wo der Fluß verlaufen muss, selbst ist er jedoch noch nicht zu sehen. Weil wir nicht genau wußten, wonach wir Ausschau halten sollen, sind wir zweimal daran vorbei gefahren, ehe uns ein paar parkende Autos und Planschgeräusche von Kindern den entscheidenden Hinweis lieferten. Ein schmaler Pfad führt von der Straße zum Fluß hinunter, der hier über mehrere Steinterrassen fließt und so natürliche Badebecken bildet. Es ist ein tolles Erlebnis, in der Strömung eines Flusses zu liegen und dabei in badewannenwarmem Wasser zu baden.

In eins der Thermalbäder sind wir aber trotzdem anschließend noch gegangen. Wir sind wohl die Ersten, die in bereits nassen Badeklamotten an der Kasse ein Eintrittsticket lösen. Das tolle an den Thermen ist, das sie wie ein großes Erlebnisbad aufgebaut sind, etliche in einem tropischen Garten versteckte Badebecken mit unterschiedlichen Temperaturen, mit Rutschen (die sogar den Centerparc-erfahrenen Jungs Respekt abtrotzen) und Bars, an denen man auf Hockern im Wasser sitzen kann, Wasserfällen, Whirlpools und Felsliegen. Man sollte allerdings die Wasserbecken nicht wahllos betreten, direkt nach dem 35 Grad Becken in das mit 65 Grad zu wechseln ist keine kluge Entscheidung, es sei denn man ist finnischer Sauna-Weltmeister.

Nachdem die Thermen um 22 Uhr schließen, fahren wir noch zum Vulkan-Schauen. Leider haben wir ausgerechnet heute Nacht kein Glück. Der ach so aktive Vulkan lässt sich nicht einmal zu einem Lavarinnsal herab. Geduldig warten wir im Dunkeln, aber es ist uns wohl nicht vergönnt. Es ist fast so ein bisschen wie am Gletscher in Argentinien ein paar Monate zuvor: “Nur noch 5 Minuten, dann sieht man BESTIMMT was” – der Gletscher war allerdings gnädiger zu uns als der Vulkan.

Trotz des Misserfolgs – ein Naturschauspiel gibts eben nicht nach Stundenplan – entscheiden wir uns dagegen, dem Arenal am nächsten Abend noch eine zweite Chance zu geben. Lieber wollen wir morgen weiter an die Karibikküste fahren. Schließlich müssen unsere vier Besucher ja beide Ozeane zu Gesicht bekommen, damit sie von sich sagen können, sie haben Costa Rica einmal von West nach Ost durchquert.

1. September – Was wäre ein Costa Rica Urlaub ohne Reifenpanne… Der Reiseführer warnt schon, dass wenn man in Costa Rica ein Fahrzeug mietet, man mit mindestens einer Reifenpanne rechnen muss. Unsere obligatorische Panne ereilte uns zwischen Fortuna und der karibischen Küste. Der Himmel hatte alle Schleusen geöffnet, auf der Straße stand das Wasser zentimeterhoch. Sämtliche Schlaglöcher waren unter dem Wasser verschwunden, und so kam es, dass Frank ungebremst in eines hineindonnerte. Kaum hindurchgefahren, tönt es von den hinteren Plätzen: “Frank, du hast ‘nen Platten!” “Ja, klar, red du nur!” “Nein, diesmal wirklich…” “Verdammt!”

Der Reifen war zwar noch heil, die Felge hatte es aber in dem fiesen Schlagloch so verbogen, dass die Luft aus dem Reifen entwichen war. Nun heißt es, im strömenden Regen Reifen wechseln (Frank hat ja noch von Kolumbien Übung). Diesmal muss er wenigstens nicht mit dem platten Reifen 2km zur nächsten Reifenreparaturwerkstatt joggen. Vielleicht sollte man tatsächlich auch mal über platzsparend verstaubare Ersatzreifen für Motorräder nachdenken… Die verbeulte Felge wurde in einer Werkstatt übrigens für nicht mal 2 Euro einfach mit einem Vorschlaghammer gerichtet – typisch Lateinamerika – , so lange bis der Reifen wieder Luft hielt. Der deutsche TÜV würde hier eine Herzattacke nach der nächsten erleiden…

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Puerto Viejo, Costa Rica 9.658333, -82.752778
 Der Regen verfolgt uns hartnäckig bis an die Karibikküste, aber das Ersatzrad hält und kein weiteres überschwemmtes Schlagloch setzt der Fahrt ein jähes Ende! Puerto Viejo heißt unser Ziel, hier wollen wir die restlichen 4 Tage bleiben, bevor wir wieder nach San José zurück müssen. Zum Abschluss wollen wir uns noch einmal eine in jeder Hinsicht perfekte Unterkunft gönnen, mit großer Küche zum Kochen, gemeinsamem Wohnzimmer, am Strand gelegen und allerbesonderswichtigst für die Männer: ein Grill. Nach langem ermüdenden Suchen landen wir in einer ziemlich luxuriösen Appartementanlage eines Griechen, der neben seiner Muttersprache auch noch Spanisch, Englisch und sogar Deutsch spricht. Der Mann gibt sich solche Mühe etwas passendes für uns zu finden und bietet uns letztendlich eine eigene Etage in einem der Gebäude für uns alleine an, ein großes Appartement mit 4 Schlafplätzen und der ersehnten Küche und ein kleineres Doppelzimmer direkt Tür an Tür. Als ob das karibische Meer vor der Haustür noch nicht genügen würde gibt, es sogar noch einen Pool und zwei Whirlpools, und einen strategisch günstig platzierten Grill, der beim abendlichen Barbecue das Schlafzimmer von Andrea und Frank in eine Räucherkammer verwandelt (gut dass es keine Fensterscheiben gibt, die man schließen könnte, sondern nur Moskitogitter vor den Fensteröffnungen) …so kann Frank den Geruch von Steaks und Holzkohle noch in seinen Träumen genießen.

Die nächsten vier Tage ist Faulenzen angesagt, Fußballspielen am Strand, blubbern im Whirlpool, und natürlich landen an zwei Tagen insgesamt über 6 Kilo Fleisch auf dem Grill. Dann beschließen die Männer, eine costaricanische Bierprobe zu machen und nehmen von jeder im Supermarkt auffindbaren Biersorte ein Sixpack mit. Das Ergebnis türmt sich als Dosenpyramide in der Küche, bis die Putzfrau am nächsten Morgen ganz ohne jegliches Kunstverständnis die hart erarbeitete Skulptur in den Mülleimer befördert.

Während einem dieser langen Abende kramen wir unser lange nicht mehr benutztes Mate-Zubehör aus dem Gepäck und bereiten mal eine Runde Mate-Tee* für alle vor. Auch wenn wir nicht mehr in Südamerika sind, müssen wir unseren Freunden auch mal ein paar Traditionen aus den südlichen Ländern unserer Reise zeigen. Zuerst ruft der etwas bittere Tee noch keine Begeisterungsstürme hervor, das kommt erst mit der Zeit, genau wie bei uns damals. Unseren ersten Mate-Versuch fanden wir auch noch ziemlich verzichtbar.

(*Für alle, die noch nicht von Anfang an mitlesen: Mate-Tee hat eine vergleichbare wachmachende Wirkung wie Kaffee und ist in Uruguay und Argentinien eine Art Nationalgetränk. Der Tee wird aus einem speziellen Mate-Becher getrunken, in dem der Teesatz immer wieder mit heißem Wasser neu aufgegossen wird. In einer Runde trinken alle aus dem gleichen Becher, einer trinkt aus, macht einen neuen Aufguss und reicht den Mate weiter.)

Vom Garten unseres Appartementhauses führt ein Trampelpfad durch ein Küstenwäldchen direkt an den Strand. All zu tagträumerisch sollte man hier aber nicht zum Strand spazieren: zwischen den Bäumen spannen sich Unmengen riesiger Spinnennetze, zum Teil einen halben Meter im Durchmesser oder mehr. Die dazugehörigen Bewohner sehen auch ziemlich giftig aus, in gelb-schwarzem Kleid. Große Blattschneiderameisenstraßen ziehen sich ebenfalls über kreuz und quer durch den Wald. Bei einem nächtlichen Bad im Meer hat hat Torti leider nicht mehr an den Hindernisparcour gedacht, und sich prompt in einer empörten Ameisenarmee verlaufen.

Generell ist es nicht sehr ratsam, sich am Strand aufzuhalten, sobald die Sonne sich zurückzieht. Binnen Minuten kommen die Sandflöhe heraus und zwingen jeden in die Flucht. Die winzigen, bissigen Insekten sehen aus wie kleine Kriebelmücken und setzen sich sofort auf jede freie Hautstelle, wo sie unbarmherzig zwicken. Andrea hat nicht schnell genug das Weite gesucht und nach wenigen Minuten schon über 20 Flohbisse auf dem Rücken. Die Viecher sind nicht an jedem Strand zu finden, leider aber sowohl auf karibischer als auch auf pazifischer Seite. Ob ein Strand flohverseucht ist oder nicht findet man nur nach dem “Try-and-Error”-Prinzip heraus.

Nur wenige Kilometer nordwärts an den Stränden des Nationalparks Cahuita zum Beispiel war von der Insektenplage nichts mehr zu merken. Der Nationalpark schützt einen mehrere Kilometer langen Küstenstreifen mit einem feinen Sandstrand, Schildkröteneiablagestellen im Süden und angeblich einem spanischen Schiffswrack (das wir jedoch nicht gesehen haben). Es gibt zwei Eingänge in den Park, wenn man den nördlichsten, am Dorf Cahuita gelegenen wählt, muss man keinen Eintritt zahlen, sondern nur eine Spende nach eigenem Ermessen entrichten (guter Tipp aus unserem Reiseführer). Im Nationalpark wäre Dennis beinahe auf eine kleine graue Schlange getreten, die sich mitten auf dem Weg zusammengeringelt hat. Während wir noch Fotos von der Schlange machen, meint eine Einheimische auf spanisch zu uns, die Schlange sei gefährlich bzw. giftig. Den Namen der Schlange haben wir jedoch nicht verstanden, im Internet jedenfalls konnten wir sie anhand unserer Fotos nicht identifizieren, obwohl wir uns über die Suchmaschine Fotos aller möglichen Schlangen aus Costa Rica herausgesucht haben. Vielleicht hat sie das mit dem giftig auch nur gesagt, damit der kleine Junge, den sie bei sich hatte nicht auf die dumme Idee kommt, mit der Schlange zu spielen? Also, Schlangenexperten gesucht, wer die Schlangenart benennen kann, bitte melden! Schließlich wollen wir wissen ob Dennis nur knapp einem schnellen Tod entronnen ist…

5. September – Leider geht nun unsere gemeinsame Zeit ihrem Ende zu! Wir müssen zurück nach San José, von wo morgen in der Früh der Flieger von Christian, Torti, Dennis und To startet. Eine Nacht schlafen wir deshalb noch einmal in der Hauptstadt. Dankbarerweise steckt man uns im “Gaudys” Hostal nicht wieder in die gleiche Schuhschachtel wie bei letzten Mal, so dass wir ein bisschen Platz haben, auf dem Fußboden noch einmal unser Gepäck zu sortieren. Idefix hat in den letzten zwei Wochen etwas Rost angesetzt aber er scheint uns nicht zu schmollen, dass wir ihn zurückgelassen haben, jedenfalls springt er gleich ohne Zicken an, als Frank probeweise den Anlasser betätigt. Jetzt werden noch die letzten Souvenirs gekauft, die vier Jungs schöpfen die Freimenge für Rum bis auf den letzten Milliliter aus, beutelweise costaricanischer Kaffee landet ebenfalls im Einkaufswagen. Zu guter Letzt folgt noch ein bisschen Männerspielzeug: ein paar Macheten (unverzichtbar, falls das Gras im heimischen Garten mal zu hoch wächst).

Den vielen Souvenirs und der Reisetasche mit unseren ausgemusterten Ausrüstungsteilen war es übrigens zu verdanken dass die Vier am nächsten Morgen am Flughafen statt der erlaubten 80 Kilogramm Gepäck mit stolzen 95 Kilo aufwarten. Wundersamerweise drückte Condor beide Augen dabei zu, sonst wäre es wohl teuer geworden.

An unserem letzten Abend in San José drücken sich alle davor, ins Bett zu gehen (Mate wirkt wunder, vor allem wenn’s nun doch plötzlich schmeckt…). Die zwei Wochen gingen viel zu schnell vorüber und damit unser zweiter und letzter Besuch von zu Hause (oder gibt es noch etwas, das wir wissen sollten?). Jetzt geht die Reise wieder zu zweit weiter…

Sämtliche Bilder von der hessischen Reisegruppe gibt es in der Costa Rica Fotogalerie…

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