Eine Woche in Argentiniens Hauptstadt

12. Januar 2010

Karte wird geladen - bitte warten...

Buenos Aires, Argentinien (Zoom) -34.603723, -58.381593
Nachdem wir – wie bereits berichtet – schon am 7. Januar unser Motorrad mitnehmen durften, hatten wir nun trotzdem noch fast eine Woche Zeit in  Buenos Aires. Noch von Deutschland aus hatten wir nämlich unsere Fährüberfahrt über den Rio la Plata nach Uruguay gebucht, um am Flughafen im Notfall unsere Weiterreise nachweisen zu können, falls es Probleme wegen des One-Way-Tickets gegeben hätte. Da wir nicht abschätzen konnten, wie lange es dauert, das Motorrad zu bekommen, hatten wir da etwas großzügiger geplant und die Fähre erst für den 13. Januar reserviert. So viel Zeit hätten wir, wie sich herausstellte, gar nicht gebraucht, aber nun gut, so hatten wir ein paar gemütliche Tage zum Eingewöhnen ehe es dann „richtig“ auf Tour geht.

Einen Tag nach der Abholung haben wir das Moto und das Gepäck, das wir in der Frachtkiste mitgesendet hatten, noch einmal gründlich geprüft. Wir sind wirklich positiv überrascht, alles in tadellosem Zustand wieder bekommen zu haben, zumal unsere Transportkiste in der feuchten Seeluft ziemlich gelitten hatte und Schimmel angesetzt hat. Da hat sich unser penibles Einpacken mit unzähligen Extra-Lagen Folie bezahlt gemacht. Als letzte Amtshandlung haben wir noch unser kleines Maskottchen auf dem Motorrad festgeklebt (auf der langen Reise braucht das Moto schließlich auch einen Glücksbringer):

Leider hatten wir bei unserem Equipment, dass wir selbst mitgebracht hatten weniger Glück. Zuerst wurde ja unsere Tasche am Flughafen in unserer Abwesenheit geöffnet und einige Ausrüstungsteile einbehalten (außer den Einzelteilen von Franks Zippo-Feuerzeug fehlten auch noch die CO2 Kartuschen von unserem Reifenflickzubehör). Und dann stellten wir während der letzten Tage auch noch fest, dass sowohl unser elektronischer Kompass als auch unser Akkuladegerät das zeitliche gesegnet hatten. Langsam haben wir den Verdacht, dass auf unserer Reisetasche wohl eher einer Herde tollwütiger Stiere Samba getanzt hat. So haben wir fast mehr Zeit damit verbracht, diverse Outdoor- und Elektronikläden hier in Buenos Aires ausfindig zu machen um alles zu ersetzen, als uns die echten Sehenswürdigkeiten der Stadt anzusehen. Wenn das so weitergeht mit unserem Ausrüstungsverschleiß dürften wir in etwa 3 Monaten so ziemlich jedes Teil einmal ersetzt haben.

Nicht nur deshalb haben wir beide inzwischen Hummeln im Hintern und wollen endlich losfahren, außerdem sind wir beide keine Großstadtmenschen, hier ist uns auf Dauer zuviel Trubel. Buenos Aires wirkt insgesamt ziemlich europäisch, so dass so etwas wie ein Kulturschock noch gar nicht aufkommen konnte. Außerdem haben wir festgestellt, dass es hier im Zentrum von Buenos Aires vermutlich keinen Punkt gibt, der mehr als 500m vom nächsten McDonalds oder Burger King entfernt ist. Auf einer Straße gibt es teilweise alle 2-3 Blocks eine Burgerbude (irgendwo müssen die wohl mit dem ganzen Rindfleisch hin). Frank konnte es sich dann auch nicht verkneifen und musste unbedingt austesten, ob der Cheeseburger hier anders schmeckt als in der Heimat. Den McQueso (queso = span. Käse) hat man hier aber leider zu wörtlich genommen – er besteht nämlich nur aus Käse – ohne Fleischbulette ….reingefallen!

Dafür hat Andrea aber schon eine bislang unbekannte Schildkrötenart entdeckt – die argentinische Wäscherei-Schildkröte… In dem Waschsalon, in dem wir unser erstes Paket Schmutzwäsche abgaben krabbelten nämlich zwei Exemplare herum, die dort offenbar zum Inventar gehörten. Jetzt wird Andrea wohl einen Grund finden, jeden Tag dringend Wäsche waschen zu müssen…

Abgesehen davon haben wir natürlich ein bisschen Sightseeing gemacht, und u.a. den bekannten Plaza de Mayo mit seinem rosafarbenen Präsidentenpalast besichtigt (das argentinische Staatsoberhaupt hat dort seine Amtsräume in einem imposanten rosa Gebäude – kein Scherz).

Die restlichen Fotos von Buenos Aires findet ihr natürlich in der Fotogalerie – nun aber genug von Buenos Aires – morgen früh starten wir nach Uruguay, dann beginnt unsere große Rundreise…

PS: Wir haben uns übrigens sehr über eure vielen netten Kommentare bei unseren Reiseberichten und im Gästebuch gefreut, hoffentlich können wir euch weiterhin viel Lesenswertes hier berichten.

3 Kommentare zu „Eine Woche in Argentiniens Hauptstadt“

  1. Rolle schrieb am

    Na dann „Gute Fahrt“ nach Uruguay. Grüßt die Uruguayanesen.

  2. Britta schrieb am

    viel Spass und schöne Eindrücke bei der ersten, grossen Strecke!

    Grüsse
    Britta

  3. Anja schrieb am

    Trotz der kleinen Widrigkeiten klingt das toll ;o) Ich freu mich das du mir den tristen Arbeitsalltag (bei -7C) versüsst. Have a safe trip & lots of fun!!!

Kommentar schreiben

Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.

 
  • Fahrtenbuch

    32620 km

    • Unsere Reise endete nach
      352 Tagen
  • Unsere Reise endete in…

    Karte wird geladen - bitte warten...

    Cancun, Mexiko: 21.161908, -86.851528

    Cancun
    Mexico