Besuch aus der Heimat …Reloaded

28. August 2010

20. bis 28. August 2010, von Grenze zu Panama bis nach Tambor auf der Peninsula Nicoya, ausnahmsweise auch mal wieder mit Mietwagen unterwegs, unser Tag 1 bis 8 in Costa Rica

Wir sind schon ganz hibbelig und voller Vorfreude – in wenigen Tagen steht nämlich zum zweiten Mal Besuch aus der Heimat vor der Tür: nachdem uns Franks Mutter, seine Schwester Conny und Kirsten im Juni in Peru besucht hatten, steht diesmal Männerbesuch an. Vier unserer Freunde bekommen von uns einen Schnupperkurs Lateinamerika – in Form einer 2-wöchigen Rundreise durch Costa Rica. Das bedeutet für uns wieder einmal Pause vom Motorradfahrer-Dasein: wir werden Idefix schon wieder untreu und haben für die Tour mit den Kumpels schon einen Mietwagen reserviert – oder besser gesagt einen Kleinbus – in dem wir in dieser Zeit zu sechst Costa Rica unsicher machen wollen.

Wir selbst waren 2004 schon einmal für drei Wochen hier auf Urlaub, und waren richtig begeistert von unserem ersten mittelamerikanischen Land. Jetzt sind wir fast ein bisschen ängstlich und hoffen, dass sich seit unserem Besuch vor 6 Jahren nicht all zu viel verändert hat, und es uns hier immer noch so gut gefällt wie damals. Dummerweise haben wir den vier Jungs von ihrem bevorstehenden Urlaub jetzt schon so viel vorgeschwärmt, wäre schon blöd, wenn sich alles als Luftschloss entpuppt.

Für Frank gibts nun kein Halten mehr – in drei Tagen, am 23. August landen Torti, Christian, To und Dennis auf dem Flughafen in San José. Von der Grenze zu Panama sind es nur noch zwei gediegene Tagestouren für uns bis in die Hauptstadt. Die Grenzformalitäten in Mittelamerika sind allerdings absolut zum Abgewöhnen, erst zwei Länder haben wir besucht und wünschen uns schon fast nach Südamerika zurück: dort war alles so einfach und problemlos – Einreisestempel in den Pass, Formular fürs Motorrad ausfüllen, EVENTUELL noch eine Gepäckkontrolle, freundlich winken, losfahren. In Mittelamerika zahlt man erst einmal ein paar Dollar Einreise- und Ausreisegebühren, dann müssen zur Einfuhr des Motorrads Kopien aller Dokumente angefertigt werden – Fahrzeugschein, Fahrerlaubnis, Reisepass …in Costa Rica geht das sogar so weit, dass die leeren (!) Seiten von Frank Reisepass kopiert wurden. Dann muss eine Fahrzeugversicherung an der Grenze abgeschlossen oder vorgelegt werden. Ein ermüdendes Procedere – und hier sind die Länder auch noch alle so klein: nichts mehr mit 3 Monaten wie in Argentinien oder eineinhalb Monaten wie in Peru – stattdessen kann man wenn man möchte in drei Tagen durch ein Land durchfahren und hat das Geleier an der Grenze umso öfter vor sich!

Aber wir wollen ja nicht jammern …sondern fahren! Wir spulen die beiden Fahrtage mit einem Übernachtungsstopp in San Isidro ab. Am ersten Tag haben wir Glück und erreichen das Tagesziel gerade als die ersten Regentropfen vom Himmel fallen. Bei der zweiten Etappe nach San José geraten wir mitten hinein in die Regenwolken. Kurzzeitig fahren wir auf über 3300 Metern – morgens noch Schweißtropfen auf der Stirn, wenige Stunden später frösteln wir gehörig in dem dünnen T-Shirt unter der Motorradjacke. Wir wollen einfach nur noch unser Hostal in San José erreichen, das wir ausnahmsweise vorreserviert haben, und unsere tropfnassen Sachen im ganzen Zimmer ausbreiten. In der Schuhschachtel, die man uns im “Gaudys” als Zimmer gibt kann von ausbreiten jedoch keine Rede sein, und so gerät das Gepäck sortieren und umpacken am nächsten Tag zu akrobatischen Meisterleistung. Dankbarerweise fliegt bald ein schöner Batzen unseres Gepäcks nach Hause, die Schlafsäcke (mittlerweile zu warm für Mittelamerika), Souvenirs, ausgelesene Bücher, warme Kleidung… Ein guter Tausch, denn dafür kommt aus Deutschland unsere Schnorchelausrüstung und lang ersehnte Motorradersatzteile angeflogen.

Karte wird geladen - bitte warten...

San Jose, Costa Rica 9.928069, -84.090725
 Am 23. August ist es endlich so weit – Frank ist zu nachtschlafender Zeit (der Flieger landet schon um 7 Uhr) schon hyperaktiv wie eine Rennmaus auf Amphetaminen und hupt alle Schlafmützen vor ihm von der Straße: “Aus dem Weg, aus dem Weg, meine Freunde kommen!”. Nachdem wir die Vier am Flughafen aufgesammelt und zum Hostal zurückgebracht haben, kann Frank mit seligem Grinsen ein 5-Liter-Fässchen Weizenbier aus Deutschland in seine Arme schließen. O’zapft wird aber erst bei einem schönen Grillabend, so lange muss das Fass (und Frank) noch warten! Außerdem finden sich in der Tasche mit unseren “Bestellungen” aus Deutschland noch viele leckere Süßigkeiten aus der Heimat, die unsere fürsorglichen Mütter mit eingepackt haben: Milka-Schokolade, Haribos, Frank geliebte Zetti-Knusperflocken …da freut sich das Naschkatzenherz!

Bis wir schließlich in unser 6er Zimmer umziehen können, versorgen wir uns erst einmal im Supermarkt mit Vorräten für den Abend und gehen auf dem Markt Mittag essen. Die landestypische Kost aus Casado (Fleisch mit Reis, Bohnen und Kochbanane) und exotischen Fruchtsäften ruft aber noch nicht wirklich stürmische Begeisterung bei den Lateinamerika-Neulingen hervor. Vielleicht haben wir unabsichtlich einen Kulturschock produziert, als wir sie zuerst in einen der riesigen, hypermodernen Mega-Supermärkte geschleppt haben, um anschließend in einer sehr einfachen, um nicht zu sagen “ärmlichen” Soda essen zu gehen. Das sind die alltäglichen Gegensätze dieses Kontinents. Aber die Jungs haben ja noch 2 Wochen Zeit sich einzugewöhnen…

Da das graue Regenwetter sich im Hochland hartnäckig hält und die vielen schönen Strände Costa Ricas locken, brechen wir gleich am nächsten Morgen zu unser Runde auf, die uns zum Manuel-Antonio-Nationalpark an der zentralen Pazifikküste, auf die Halbinsel Nicoya, in den Monteverde-Nebelwald, zum Vulkan Arenal, bis an die Karibikküste und wieder zurück nach San José führen wird. Außerdem hatte man uns trotz rechtzeitiger Vorreservierung im Gaudys Hostal nur in eine “Notunterkunft” gesteckt, in der einer von uns auf einer Matratze auf dem Boden schlafen musste und das Zimmer so eng war, dass man über sein Gepäck klettern musste um zu den Betten zu gelangen. Nicht schön und ziemlich ungemütlich, also beeilen wir uns, eine hübschere Bleibe zu finden.

Die finden wir im Nationalpark Manuel Antonio (wenn auch nach längerer Suche im Platzregen), und landen in einem gemütlichen Appartement mit zwei Schlafräumen, Bad, Küche und Wohnzimmer. To und Dennis müssen zwar leider wieder mit Matratzenlagern vorlieb nehmen, weil die Doppelschlafzimmer kurzfristig in zwei 3er Zimmer umgebaut werden, dafür haben wir das Haus für uns alleine und niemand stört sich daran, wenn die Nächte länger und etwas laut werden. Wir merken, dass es doch nicht ganz so einfach ist, für sechs Leute eine Unterkunft zu finden, wenn man auch noch besondere Ansprüche, wie zum Beispiel ein gemeinsames Wohnzimmer hat. Auch die Fahrt von San José hierher war mal was anderes als tagtäglich 8 Stunden Selbstgespräche auf dem Motorrad führen zu müssen (nur weil der Fahrer beschlossen hatte, in Bolivien sein Funkgerät zu verlegen – der Seitenhieb muss jetzt einfach sein…).

Karte wird geladen - bitte warten...

Quepos, Costa Rica 9.431917, -84.161460
 Der kleine Nationalpark Manuel Antonio liegt direkt an der Pazifikküste und besteht vor allem aus mehreren traumhaften Stränden, vorgelagerten Inseln und ein wenig Palmenwald. Die Strände tragen ihren Ruf zu recht und sind wirklich paradiesisch. Allerdings sollte man nicht ZU sorglos im Wasser planschen, und sein Hab und Gut im Auge behalten. Hier herrscht selbst bei Tage das organisierte Verbrechen. Dreiste, plüschige Diebesbanden schleichen sich durchs Gebüsch oder stürmen aus dem Bäumen und stehlen Schokoriegel und selbst Wasserflaschen aus den Taschen, während die Besitzer nur wenige Meter nebenan stehen. Die Rede ist natürlich von Waschbären und Äffchen. Uns haben sie zwar nicht beklaut, aber einer der Affen war so frech, dass er Frank sogar die Hand schüttelte in der Hoffnung, ihm ein Stück Keks abspenstig zu machen.

Erst die zunehmde Flut vertreibt uns von dem Strand. Als die erste Welle einen Schwung Handtücher ertränkt raffen wir unsere Sachen zusammen und machen uns auf den Weg. Allerdings hat Manuel Antonio noch mehr zu bieten als Strände, Affen, Waschbären und im Gebüsch wühlenden Gürteltieren. Über Baumwurzeln, Steine und schlammige Wegabschnitte führt ein kleiner Pfad zu einem Wasserfall, der zwar nicht durch Höhe beeindruckt, aber immerhin für eine spontane Dusche reicht. Und wie das gut vorbereitete Möchtegern-Abenteurer so machen, haben wir natürlich optimales Wanderschuhwerk *hüstel* …die Hälfte von uns stolpert nämlich mit Badelatschen durchs Unterholz. Für den Wasserfall-Trail in Montezuma sind wir dann besser ausgerüstet… der erwartet uns nämlich auf der nächsten Station unserer Tour durch Costa Rica!

26. August – Am nächsten Tag verlassen wir Manuel Antonio bereits wieder, und fahren die Küste entlang nach Norden. In Puntarenas setzen wir mit der Fähre über den Golf von Nicoya auf die gleichnamige Halbinsel über. Von gut ausgebauten Straßen muss man sich hier verabschieden, es ist ein bisschen, als fahre man plötzlich in einem anderen Land. Der gut ausgebaute Asphalt des “Festlandes” sieht auf der Halbinsel aus wie schweizer Käse – die Maßeinheit müsste Wohl “Schlagloch pro Quadratmeter” lauten, denn die vielen tiefen Krater in der Fahrbahn kann man nur in abenteuerlichen Slalomfahrten umrunden. Wir spekulieren, dass die Preise für Sahne sich hier in astronomischen Höhen bewegen muss, da die Hälfte der Lieferungen vermutlich als Butter am Ziel ankommt. Gerne mal hört der Asphalt auch plötzlich auf, nur um nach einigen Kilometern Schotterweg genauso plötzlich wieder fortzusetzen, so als ob man per Dartpfeilwurf auf die Landkarte beschlossen hätte, welches Stück als nächstes asphaltiert wird. Willkommen in Costa Rica!

Karte wird geladen - bitte warten...

Tambor, Costa Rica 9.726269, -85.028543
 Die Südküste der Peninsula Nicoya wird wohl dominiert von dem Surfer- und Aussteigerort Montezuma, in dem die meisten Rucksackreisenden absteigen (macht sich natürlich auch in entsprechenden Preisen bemerkbar). Wenn man selbst mobil ist, und auf die verschlafeneren Orte nebenan ausweicht, kann man dagegen richtige Schnäppchen bei den Unterkünften machen. Wir mieten in Tambor eine kleine, schlichte Cabina für 6 Personen, die diesmal zwar über kein gemütliches Wohnzimmer, dafür aber über einen tollen überdachten Grillplatz verfügt. Heute abend sind wir jedoch zu faul zum grillen, und beschließen essen zu gehen. Frank und Andrea erinnern sich noch an ein tolles kleines Strandrestaurant in Montezuma, in dem die Tische direkt im Sand standen, mit leckeren Fischgerichten. Leider kann sich in 6 Jahren doch einiges ändern. Nachdem wir uns extra im Dunkeln den schlechten vom Regen ausgespülten Weg nach Montezuma heruntergequält haben, müssen wir leider feststellen, dass es das Restaurant von damals nicht mehr gibt. Aber da wir nun schon einmal hier sind, und unseren vier Besuchern der bunte, belebte Ort richtig gut gefällt, halten wir nach einem Ersatz Ausschau. Allerdings hätten wir besser die Speisekarte gründlich prüfen sollen. Nachdem wir uns für eines entschieden hatten und zum Bestellen am Tisch saßen, eröffnet uns die Besitzerin zum Grauen der Männer, dass es bei ihr kein Bier gäbe, nur Wein. Die Apokalypse naht – ein Restaurant ohne Bier? Die Schockstarre von Frank, Dennis und Co. hält an bis das Essen auf dem Tisch steht, das übrigens dagegen wieder ausgesprochen lecker und liebevoll zubereitet war.

Wir haben beschlossen, 3 Nächte auf der Halbinsel zu bleiben. Am Tag nach unserer Ankunft kommen wir auf der Suche nach einem Badestrand bis an den Rand des Naturparks Cabo Blanco. Die Strände bei Mal Pais und Santa Teresa sind eher für Surfer geeignet, rauh und ein bisschen ungemütlich. Wir folgen der Küste immer weiter bis wir scheinbar in einer Sackgasse landen. Als Andrea an einem Haus versuchsweise nach einem Strand zum Schwimmen fragt, bekommt sie eine Wegbeschreibung, die uns auf einem besseren Trampelpfad aus der Sackgasse heraus scheinbar direkt ins Gehölz führt. Was ein Glück hat unser Bus KEIN Allrad, hoffentlich kommen wir jemals wieder hier heraus. Nach kurzer Zeit sehen wir jedoch eine hölzerne Absperrung und ein Schild, das uns darauf hinweist, dass hier das Naturschutzgebiet Cabo Blanco beginnt. Wir parken das Auto, schnappen uns die Rucksäcke mit den Badesachen und erwarten schon halb, hinter dem Schild ein Kassenhäuschen auftauchen zu sehen. Stattdessen führt uns ein kleiner versteckter Weg um ein paar Felsen herum, hinter denen sich ein herrlicher Sandstrand öffnet. Es ist fast, als hätte man ein kleines Paradies für sich alleine entdeckt. Alleine sind wir jedoch nur fast, aber außer uns haben sich nur 5 oder 6 andere Menschen hierher verirrt. Der Strand ist besiedelt von Scharen kleiner Einsiedlerkrebse und wir meinen, zwischen den Krebsspuren auch Spuren zu entdecken, die ganz nach Babyschildkrötenflappen aussehen. Andrea und Frank suchen sofort den ganzen Strand ab, ob ein verlassenes Nest zu finden ist, aber zu Andreas Enttäuschung glänzen die Schildkröten mal wieder durch Abwesenheit.

A propos Enttäuschung – um den Männern so ein traumatisches Erlebnis wie am gestrigen Abend zu ersparen, haben wir beschlossen, heute den Tag mit einem schönen Grillabend ausklingen zu lassen. Dank des 5-Liter-Weizenbierfässchens aus Deutschland ist dabei wenigstens auch die Bierversorgung sichergestellt. Außerdem gibt es in Costa Rica dank ausgiebiger Kuhweiden wieder gutes Rindfleisch zu kaufen, nach den vielen Hühnchen-Ländern eine lang ersehnte Abwechslung. Nach unserer Rückkehr von dem geheimen Strand wird also der Grill angeheizt und bald schmoren dicke Fleischlappen auf dem Rost, neben ganzen Knoblauchzwiebeln mit Olivenöl nach Siegis Rezept (der österreichische Motorradfahrer, den wir in Nazca kennengelernt haben) während Zwiebeln ganz nach argentinischer Art direkt in der Glut vor sich hin kohlen, die Globalisierung macht eben auch vor Grillrezepten nicht halt.

28. August – Für den dritten Tag in Tambor haben wir unsere Wasserfall-Klettertour geplant. Ein Geheimtipp aus unserem letzten Costa Rica Urlaub vor 6 Jahren. Kurz hinter dem Ortsrand von Montezuma gibt es einen beeindruckenden Wasserfall zu dem man gelangen kann, in dem man den dazugehörigen Fluss hoch wandert, inklusive waten am Flußufer entlang und einer ziemlich waghalsigen Flußdurchquerung durch kleine Stromschnellen, in denen man plötzlich bis zum Bauch im Wasser steht. Im Gegensatz zu dem Restaurant von damals, ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Wasserfall auch verschwunden ist, doch eher gering, deshalb haben wir unseren Freunden wohl diesmal keine falschen Versprechungen gemacht. Wir sind positiv überrascht, zu sehen, dass man inzwischen noch keinen Drive-In-Wasserfall daraus gemacht hat, den man nur gegen Eintrittsgebühr besichtigen kann. Der Weg hat sich tatsächlich nicht verändert, noch immer balanciert man über Felsen und zwischen der Ströming hindurch, gut dass heute keiner Badelatschen trägt, die wären nämlich jetzt weg! Andrea übrigens auch fast… die hat nämlich die Strömung beinahe von den Füßen gespült, was nur durch beherztes Zugreifen von Dennis verhindert werden konnte. Eigentlich handelt es sich sogar genaugenommen um zwei Wasserfälle, einen großen, der mit solcher Gewalt in die Tiefe stürzt, dass eine Dusche darunter nicht zu empfehlen wäre und einem kleinen, der einen felsigen Abhang hinunterplätschert und in einem Badebecken landet. Allerdings muss man nach dem Bad im Wasserfall den gleichen abenteuerlichen Weg wieder zurück.

Als Belohnung für die Klettertour rufen die hungrigen Raubtiere nach Fütterung, aber nach einem Mittagsstopp in einer kleinen Soda in Cabuya machen wir uns noch einmal auf Richtung Strand (offenbar noch nicht genug Wasser für heute). Allerdings sorgt der fast allnachmittägliche Regen dafür, dass es irgendwann ziemlich ungemütlich wird.

Abends steht noch einmal ein bisschen Nostalgie auf dem Programm. Schon bei unserer Ankunft auf der Halbinsel hatten wir entdeckt, dass unsere Lieblingsbar immer noch existiert: “Momos Bar” in Pochote. Damals war die Bar eine kleine Spelunke, die wir durch Zufall entdeckt hatten, als wir über den Strand ins Nachbardorf gelaufen waren. Wir hatten einige Abende dort verbracht, bei einem Bier zusammen mit den Einheimischen ein Spiel der costaricanischen Nationalmannschaft geschaut oder Billard gespielt (Frank hat sich damals nicht nur einmal vom Inhaber Momo bei Tischfussball oder Billard in Grund und Boden spielen lassen). Inzwischen ist aber aus der Spelunke ein ganz urig eingerichtetes kleines Fisch-Restaurant geworden und mehr auf Touristengäste ausgerichtet. Momo allerdings ist immer noch der gleiche und sieht noch genauso aus wie damals. Die Speisekarte enthält zwar nur wenige Gerichte, meist mit Camarones (Shrimps) oder Languste. Christian, Torti und To bestellen sich die gerillte Languste, die kurz darauf hinter dem Tresen frisch zubereitet wird. Schließlich haben die drei jeder einen großen Teller mit zwei Langusten vor sich. Das in Europa fast unbezahlbare Essen kostet hier gerade mal 10000 Colones (15 Euro umgerechnet). Andrea, Frank und Dennis halten sich aber trotzdem lieber an die Shrimps, die es mit Knoblauch gegrillt oder als Ceviche gibt. Unser letzter Abend am Pazifik wird noch ziemlich lange, wir sind die letzten, die die Bar verlassen.

Von den kleinen Küstenorten am Pazifik geht es am nächsten Morgen zurück ins Hochland, in den Nebelwald bei Monteverde, schließlich ist Costa Rica vor allem für seinen Regenwald bekannt, den dürfen wir auf unserer Tour natürlich nicht auslassen. Aber davon erzählen wir im nächsten Bericht…

Wer neugierig auf mehr Fotos ist, kann schon einmal hier spicken…

Kommentar schreiben

Sie können Kommentare zu diesem Eintrag über den RSS-2.0-Feed verfolgen.

 
  • Fahrtenbuch

    32620 km

    • Unsere Reise endete nach
      352 Tagen
  • Unsere Reise endete in…

    Karte wird geladen - bitte warten...

    Cancun, Mexiko: 21.161908, -86.851528

    Cancun
    Mexico